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DIE
ERBINNEN VON AYAM
Als das Volk
von Ayam der Dürre ihrer
Heimat entfloh, begann es eine lange Wanderung nach Osten, wo das Gras
grün war. Dort begegneten sie Barbaren, welche nicht gewillt waren,
ihre Scholle zu teilen. Besonders die Herrschaft von Frauen missfiel
den Einheimischen. So kam es zum blutigen Kampf zwischen Männer-
und Frauenherrschaft. Das friedliebende Bauernvolk von Ayam, angeführt
von wenigen Kriegerinnen, ergriff das Schwert, um eine neue Heimat zu
erobern. Wie es Tradition war, kämpften nur die jungen Frauen.
Die Männer Ayams aber sahen, dass die Männer der Barbaren
ihre Angelegenheiten selbst regelten und das gefiel ihnen. Sie lehnten
sich gegen die Herrschaft der Frauen auf und wurden vertrieben.
Nun kämpften die Frauen Ayams ganz allein, viele Generationen lang.
Sie wurden ein Volk der Kriegerinnen und nannten sich selbst Amazonen.
Und obwohl ihre Gegner bloss Wilde waren, so kämpften sie verbissen
und es waren ihrer viele und sie lernten von ihren übermächtigen
Feinden. Das Matriarchat aber verlor jedes Jahr tausend Frauen. Da sahen
die Götter, dass sie das Volk von Ayam zu hart bestraft hatten.
Bald schon würde es vom Antlitz der Erde verschwinden. Denn die
Mütter setzten ihre Söhne aus, um nicht neuen Verrat der Männer
zu erleiden. Die verlorenen Söhne aber minderten ihre Kraft und
stärkten die ihrer Gegner.
Da beschloss die Göttin des Schicksals, dass die Zeit nicht reif
wäre für den Untergang Ayams. Und sie nahm sich der Amazonen
an und sprach: "Ihr sollt von nun an nur noch Töchter gebären
und keine Söhne mehr. Und das Antlitz der Tochter soll dem Antlitz
der Mutter gleichen, und ihre Gestalt soll Zeugnis sein ihres Erbes.
Frauen von Ayam, ich befehle euch: nehmt euch Männer aus den anderen
Völkern, sie sollen euch Töchter und Enkelinnen schenken."
Und so geschah es.
(aus dem letzten Buch
der Alten Chronik Ayams)
Die Amazonen, die Erbinnen
des Alten Ayam-Reiches, waren ihren Feinden zunächst weit überlegen.
Doch mehr und mehr vom Wissen ging verloren, und bald war es nur noch
die Waffen- und die Heilkunde, welche erhalten blieben und weiter entwickelt
wurden. Denn sie waren ein kriegerisches Volk geworden und heimatlos.
Auch spaltete sich das Volk, und einige Tausend gingen nach Süden
bis in das unwirtliche Wandernde Land, wo wenig Wasser ist. Heute nennen
wir diese die Nibieskerinnen, nach ihrer ersten Königin Nibieske.
Andere gingen noch weiter nach Osten, bis sie zu einem riesigen Gebirge
kamen, welches ihre Heimat wurde. Deshalb nennt man sie heute die Bergamazonen.
Der größte Teil des Volkes aber blieb in Wald und Flur um
den Dreiberg herum, und sie haben keinen eigenen Namen. Jene, die sie
nicht mögen (und derer sind es viele) nennen sie die Amazonen vom
Weiberwald.
Aussehen
Die Amazonen sind von großem Körperwuchs
und schlanker Gestalt. Ihre Haut ist hell (ausgenommen die der Amazonen
des Südens, die Nibieskerinnen). Ihr schwarzes, glattes Haar tragen
sie lang und in der Mitte gescheitelt. Es wird durch ein Stirnband zusammengehalten.
Das Gesicht ist schmal, die Nase lang und scharf, die Wangenknochen sind
betont. Von dunklem Braun sind ihre Augen, und die Brauen schwarz und
gerade, was dem Antlitz der Amazone großen Ernst verleiht.
Da sie im Kampf schnell und gewandt sein wollen, tragen die Amazonen keine
Rüstung. Als Pirscherinnen sind sie leicht bekleidet, wenn es die
Witterung erlaubt. Die Füße stecken in kniehohen Lederstiefeln
mit weichen Sohlen.
Werte
Alle Amazonenvölker
haben gemeinsame Werte, welche die Natur, die Gemeinschaft und die Persönlichkeit
betreffen.
Amazonen leben im Einklang mit der Natur. Raubbau ihrer Umwelt oder das
Quälen von Tieren zum eigenen Nutzen kennen sie nicht. Abgesehen
von den Bergamazonen sind sie ein Reitervolk, das seine Pferde liebt.
Die Amazonen verehren keine Götter, glauben jedoch an Geister der
Natur, die in allen lebenden Wesen wohnen. Besonders verehren sie die
Erdgeister.
Obwohl in eine Vielzahl von kleineren Stämmen und Gemeinschaften
zersplittert, kennen die Frauen ein Zusammengehörigkeitsgefühl,
das für das ganze Volk der Amazonen gilt. Eine Amazone würde
eine andere niemals töten, und die Stämme leben untereinander
in Freundschaft. Die Freiheit ist den Amazonen sehr wichtig, doch das
Wohl des Stammes geht über das der einzelnen Frau. Alle Amazonen
sind Kriegerinnen, und obwohl sie Kampf und Waffenkunst lieben, sieht
sich jede Kriegerin vor allem als Beschützerin des Stammes. Es gibt
keine Familien oder Sippen bei den Amazonen, nur der Stamm und das ganze
Volk wird als verschworene Gemeinschaft angesehen. Die jungen Mütter
hingegen haben die Verantwortung für das Wohl der Gemeinschaft zu
sorgen, nicht etwa für das Wohl ihrer Töchter. Die Stammesmütter,
d.h. alte oder versehrte Frauen (von denen es nur wenige gibt), übernehmen
die Erziehung der Töchter. Mit einer Bewährungsprobe tritt das
Mädchen in den Kreis der Kriegerinnen ein, meist im Alter von 16
oder 17 Jahren.
Jede Amazone hat eine hohe Verantwortung für ihren eigenen Körper
und ist verpflichtet, ihn geschmeidig zu halten, um im Kampf und auf der
Jagd bestehen zu können. Schönheit bedeutet den Amazonen ebenso
wenig wie Stärke. Geschicklichkeit und Schnelligkeit hingegen sind
höchste Tugenden.
Heilkunst
Von dem großen Wissen
des Volkes von Ayam haben sich die Amazonen lediglich die Heilkunst bewahrt.
Ihr Wissen und ihre Künste auf diesem Gebiet kommen denen der Elben
gleich. Die Medizinfrau und ihre Gehilfinnen sind die Heilerinnen des
Stammes, doch tragen auch einfache Kriegerinnen ihren Beutel mit Heilkräutern
bei sich und verstehen diesen gut zu nutzen.
So sind schwere Krankheiten und Krippentod bei den Amazonen unbekannt,
und auch für die Mutter besteht bei der Geburt keine Gefahr. Verkrüppelungen
sind äußerst selten, und selbst schwere innere Verletzungen
können Amazonen überleben, dank der Verwendung von magischen
Kräutern und kundiger Wundversorgung.
Kriegskunst
Allen Amazonenvölkern
gemeinsam ist die Neigung zur Guerillataktik. Einer großen Schlacht
gehen sie aus dem Weg. Stattdessen setzen sie auf Angriffe aus dem Hinterhalt
und schnelle Rückzugsgefechte. Da Verstecken, Klettern und Schleichen
zu den Fähigkeiten einer jeden Amazone gehört, ist der Gegner
meist mehr als überrascht, wenn die schreienden Kriegerinnen über
ihn kommen. Für gewöhnlich ist er auch zu schwerfällig,
um den fliehenden Frauen zu folgen. Ohne durch Panzer und schwere Waffen
behindert zu sein, machen die Amazonen alles Land zu ihrem Tarnmantel,
den sie nur ablegen, wenn sie töten oder rauben wollen.
Vom eisenländischen General Brangsward sind die Worte überliefert:
"Es ist einfacher, eine schwarze Katze im Dunkeln zu fangen, als
eines dieser Weiber im Wald". Ähnliches, wenn auch etwas blumiger,
ist von Karawanenhändlern des Kalifats zu hören, wenn eine kleine
Gruppe Nibieskerinnen wieder einen Warenzug überfallen und geplündert
hat.
Bevorzugte Waffen aller Amazonen sind Stichwaffen und Kurzbögen.
Der Hinterhältigkeit ihrer Überfälle steht der Edelsinn
gegenüber, hat der Kampf erst einmal begonnen. Amazonen töten
niemals Unbewaffnete, oder Feinde, die sich ergeben haben. Auch fangen
sie bei Raubüberfällen das Töten erst an, wenn die Beraubten
sich mit der Waffe zur Wehr setzen wollen.
Handel
Untereinander treiben die
Amazonenstämme regen, wenn auch meist unregelmäßigen,
Tauschhandel.
Weder Ackerbau noch Viehzucht wird
von diesem Volk ausgeübt. Lediglich einfachere Handwerke, die neben
der Aufgabe als Kriegerin ausgeübt werden können, sind bei den
Amazonen verbreitet. Was sie benötigen, erbeuten sich die Frauen,
wenn sie es durch Handel nicht erlangen können. So sind in allen
Gegenden, in denen Amazonen leben, ihre räuberischen Streifzüge
berüchtigt.
Die
verschiedenen Völker
1. Der Weiberwald
"Die Amazonen vom Weiberwald"
wird jenes Volk genannt, das seine Wanderung zuerst beendet und sich südlich
des Dreibergs niederließ. Die Frauen selber nennen sich einfach
Amazonen und sehen keinen Unterschied zu ihren südlichen oder östlichen
Schwestern.
Die Stämme leben als Nomadinnen sowohl in den riesigen Weiten des
Waldes als auch in den Grasebenen westlich und östlich davon. Südlich
wird ihr Gebiet vom großen Schlangensee und nördlich vom Dreiberg
begrenzt. Dieser befindet sich in der Hand ihrer verhasstesten Feinde,
den Eisenländern.
Die Frauen sind in einfaches Leder gekleidet und sehen ganz und gar wie
Wilde aus. Sie tragen Stiefel oder Ledergamaschen, Lendenschurz und kurze
Schnürwesten aus Leder. Ihr Haar ist zerzaust und die buschigen schwarzen
Brauen scheinen zusammengewachsen. Ihre Wangenknochen sind stark ausgeprägt,
und ihre breiten Lippen umspielt ein grausamer Zug. Sie haben keinen Schmuck,
es sei denn man zählt ihre Lederarmbänder dazu, und die Knochenketten,
die einige Kriegerinnen um den Hals tragen.
Bewaffnet sind die Frauen mit Kurzbogen und Jagdspeer, und im Nahkampf
benutzen sie Messer und Keulen. Ihr wertvollster Besitz sind ihre Pferde,
obwohl sie diese niemals als Besitz bezeichnen würden. Und es heisst,
dass die Tiere ihre Herrinnen ganz freiwillig tragen und niemals gezähmt
werden müssen. Sicher ist, dass ihre Pferde wild und schnell und
furchtlos sind, so manchem mächtigen Streitroß ebenbürtig.
Die Amazonen dieses Volkes wohnen in Zelten. Das mild-warme Wetter bereitet
den Frauen auch im Winter keine Sorgen. Sie ernähren sich von dem,
was Wald und wildes Feld hergeben: Beeren, Wurzeln, Obst, Hirse, wilder
Reis. Vor allem aber jagen und fischen sie ihr Essen.
Die wilden Tiere geben ihnen nicht nur Nahrung, sondern versorgen sie
mit dem Leder für Kleidung und Zelte, Riemen und Taschen, mit Fell
für Decken und Umhänge, mit Haar für Seil, mit Horn und
Knochen für Gerätschaften, mit Fett für Kerzen und Imprägnierstoffe,
mit Innereien für Bogensehnen und Leinen. Natürlich sammeln
die Frauen auch Gras, Lianen, Holz, Feuersteine und alle Arten von Kräutern
für die verschiedensten Zwecke.
Anderen Menschen begegnen diese Amazonen nur auf Kriegs- oder Beutezügen.
Mit den Elben verstehen sie sich gut, denn die Liebe zur Wildnis ist ihnen
gemein.
2. Die Bergamazonen
Ein Teil der Amazonen, des
Kämpfens um den Dreiberg herum müde geworden, zog nach Osten,
wo nach vielen hundert Meilen ein riesiges Gebirge ihnen den Weg versperrte.
Dieser wird der Berg-der-10-Tage genannt. Sie versuchten ihn zu überqueren,
doch weiter im Osten fanden sie ein sehr kriegerisches Reitervolk, dem
sie auf offener Steppe nicht gewachsen waren, da sie selber ihre Pferde
nicht über die Berge bringen konnten. So zogen viele Stämme
wieder zurück nach Westen, doch einige blieben und besiedelten die
Hänge des Gebirges. Diese sind ein riesiges Land mit nur wenigen
Feinden. Auch ist das Wetter in den unteren Regionen nicht zu hart.
Die Bergamazonen führen ein Leben, das dem ihrer Schwestern im Westen
gleicht. Nur sind sie keine Reiterinnen und kennen auch nur die kärgere
Kost des Nadelwaldes. Auch sie kämpfen gegen ihre patriarchalischen
Nachbarn, welche aber nur selten das Gebirge hinaufkommen. Stattdessen
sieht man desöfteren Amazonen an der Ostflanke des Gebirges, wo sie
Dagland überfallen, oder sie rauben an den Grenzen zum Reich der
Kirgi, des grausamen Steppenvolkes. deren Kinder auf Pferderücken
geboren werden, wie man sagt. Einige Stämme hatten Freundschaft mit
den Zwergen von Lûgburz geschlossen, als diese noch dort schürften.
Sie erhielt im Tausch gegen ihre Jagdbeute Erz für ihre Waffen. Auch
heute noch sind die Bergamazonen mit Kurzschwertern, Dolchen und guten
Pfeilspitzen wohl gerüstet.
Äußerlich unterscheiden sich die Bergamazonen kaum von ihren
Schwestern im Westen. Sie tragen allerdings weniger Sachen aus Leder.
Weithin bekannt ist der Anblick der gekreuzten Ledergurte, die über
ihre Brust laufen. Sie sind mit Eisennägeln beschlagen und unter
den Gurten tragen sie weisses oder graues Tuch. Auch die Bergamazonen
kennen weder Rock noch Hose, sondern tragen einen Lendenschurz aus eben
jenem Tuch. Ihre Füße stecken in schwer besohlten Lederstiefeln.
Wenn es im Winter kälter wird, wickeln sich die Frauen in Felle,
doch sind sie dann nur selten unterwegs, sondern ziehen es vor, wie die
Bären in Höhlen zu überwintern.
3. Die Nibieskerinnen
Die dritte große Gruppe
der Amazonen wanderte weit nach Süden bis in die rauhen und baumlosen
Lande östlich des Kalifats von Riad. In jenen heißen Gegenden
stemmten sie sich gegen die damals gewaltige Macht des Kalifen. Sie waren
klug und nutzten den Bürgerkrieg im Kalifat aus, um die geschwächte
Stadt Melak zu erobern. Diese reiche Oase war fortan das Zentrum des amazonischen
Reiches, das sich hier bildete. Die Frauen nannten sie wegen der hellen
Schönheit ihrer Mauern Perl-Mutt, und sich selbst gaben sie auch
einen neuen Namen: Nibieskerinnen nannten sie sich nach ihrer Heerführerin
und nunmehr inthronisierten Königin Nibieske.
Obgleich ebenfalls tapfere Kriegerinnen und räuberischer Gesinnung,
sind diese Frauen doch klüger und gebildeter als ihre Schwestervölker.
Sie wohnen in Perl-Mutt und anderen eroberten Oasen und treiben Handel.
Sie glauben an die Minderen Gottheiten,
die auch die anderen Südvölker verehren. Auch dulden sie Männer
bei sich, die aber nur einfache Arbeiten verrichten dürfen. Bei Überfällen
auf Sklavenhändler haben sie über Generationen Tausende von
Frauen befreit und ihrem eigenen Volk zugeführt - so berichtet zumindest
der unbekannte Hofschreiber des Kalifen Izzet Pasa. Dies sei, so behauptet
er, der Grund gewesen, weshalb der Kalif den Sklavenhandel verboten habe.
Es ist allerdings wahr, dass auch heute noch Sklavenkarawanen die beliebteste
Beute der Nibieskerinnen sind, denn bekanntlich geht der verwerfliche
Menschenhandel in dem Reich des Südens weiter.
Obwohl die Nibieskerinnen weder in den Hafenstädten des Kalifats
Riad im Westen noch in den Höhlensiedlungen der wilden Dunee
im Osten gern gesehen sind, so treiben sie doch Handel mit beiden und
fahren nicht schlecht dabei. Feigen, feine Stoffe, Perlen und allerlei
kunstvolle Dinge sind ihre Ware. Am begehrtesten freilich sind ihre Pferde.
Die Rösser aus nibieskischer Zucht sind die schönsten und schnellsten
und klügsten Tiere, deren Hufe jemals die Erde berührten. Doch
die Amazonen verkaufen sie nur an ihresgleichen, denn sie sagen, dass
Männer ihre Pferde grausam behandelten.
Zu Pferd reiten die Nibieskerinnen ihren Angriff, doch im Kampf steigen
sie ab, um das Tier nicht zu verletzen. Sie führen einen Säbel,
der nur leicht geschwungen ist (im Gegensatz zum bekannten riadschen Krummsäbel),
denn er soll sich zum Schlagen wie zum Stoßen gleichermaßen
eignen. In der Tat ziehen die Nibieskerinnen den schnellen Stoß
einem kräftigen Hieb vor. Denn bei einem Hieb entscheidet die Kraft
die Wirkung der Waffe, bei einem Stoß jedoch ist es die Schnelligkeit.
Die zweite Waffe ist ein Stilett, das oft kunstvoll gefertigt ist. Natürlich
verwenden auch die südlichen Amazonen den Kurzbogen mit großem
Geschick.
Vielfach gepriesen ist die Schönheit der Nibieskerinnen. Ihre Haut
ist weicher und dunkler als die ihrer nördlichen Schwestern und ihre
Gesichtszüge sind ebenmäßig und stolz. Sie bewegen sich
wie Tänzerinnen, und ihre Zungen bewegen sich so geschickt wie ihre
Klingen. Mit Stoffen aus feinster, dünner Seide verstehen sich diese
Amazonen wahrlich prächtig zu kleiden, und manch einer hielt sie
für Haremsdamen - bevor er seinen tödlichen Irrtum bemerkte.
Die Stiefel, die sie tragen, sind aus dem weichsten und bestem Leder gefertigt,
und der Lendenschurz ist eine Bahn gefärbten Stoffes, der von Silberfäden
durchzogen ist. Über der geknoteten Seidenbluse trägt sie eine
kurze, bestickte Weste. Auch mit Steinen besetzter Silberschmuck ist an
ihnen zu sehen.
In diesen Frauen strahlt wahrlich die alte Pracht des Reiches von Ayam
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